Google hat am 1. Oktober seine Hinweise für hilfreiche Inhalte ergänzt. Die Ergänzung ist unauffällig, steht bislang nur in der englischen Fassung und ist trotzdem bemerkenswert. Neu ist, dass Google dort ausdrücklich aufschreibt, woran seine Qualitätsprüfer einen Text messen.
Wichitg zu wissen: Qualitätsprüfer sind externe Bewerter, die im Auftrag von Google Suchergebnisse beurteilen. Über Platzierungen entscheiden sie nicht, Google nutzt ihre Urteile aber, um zu prüfen, ob die Suche die richtigen Seiten nach oben bringt.
Als Erstes nennt Google den Aufwand, also die menschliche Arbeit, die in einem Text steckt.
Für Unternehmen, die ihre Website gerade mit KI-Texten füllen, ist das eine klare Ansage. Wer an der eigenen Arbeit spart, spart genau an dem, woran Google die Qualität seiner Ergebnisse misst.
Was genau hat Google ergänzt?
Google nennt vier Merkmale, nach denen seine Prüfer den Hauptinhalt einer Seite beurteilen: Aufwand, Originalität, Können und Richtigkeit. Beim Aufwand wird Google ungewöhnlich deutlich. Viel Aufwand sei zum Beispiel eine eigene Analyse. Wenig bis gar keinen Aufwand bedeute es dagegen, Seiten automatisch aus Datenquellen zu erzeugen oder mit generativer KI große Mengen Text ohne menschliche Aufsicht und Auswahl zu produzieren.
Ein Satz verdient besondere Aufmerksamkeit. Quellen zu nennen, ersetze nicht den eigenen Aufwand. Wer fremde Erkenntnisse sauber zitiert und neu zusammensetzt, hat mit den Quellenangaben allein also noch keinen eigenen Aufwand belegt.
Heißt das, KI-Texte sind jetzt ein Problem?
Nicht grundsätzlich. Google nennt als Beispiel für geringen Aufwand Texte, die mit KI in großer Menge und ohne menschliche Aufsicht entstehen. Der Einsatz von KI an sich ist damit nicht gemeint. Ein Fachmann, der mit KI schneller formuliert, was er selbst weiß und geprüft hat, fällt nicht darunter. Eine Website, die laufend Artikel veröffentlicht, die niemand im Haus ernsthaft gelesen hat, fällt dagegen darunter. Dass solche Texte heute mitunter noch gut platziert sind, ist bekannt. Google beschreibt hier, wohin die Bewertung zielt.
Entscheidend ist, ob im Text etwas steht, das nur Ihr Unternehmen wissen kann: eine Erfahrung aus einem Projekt, eine eigene Zahl, eine begründete Meinung.
Was sollten Mittelständler jetzt prüfen?
Nehmen Sie sich die letzten zehn Texte auf Ihrer Website vor und stellen Sie bei jedem eine einzige Frage: Könnte dieser Text genauso auf der Seite eines Wettbewerbers stehen? Wenn ja, fehlt ihm das, was Google Originalität nennt und vermutlich auch der Aufwand.
Prüfen Sie außerdem die Angaben zum Verfasser. Google schreibt in derselben Ergänzung, erfundene Autorenprofile, etwa mit KI-generierten Fotos, ausgedachten Namen oder falschen Qualifikationen, seien eine Form der Täuschung und ein Zeichen für eine Seite von geringer Qualität. Wer echte Fachleute im Haus hat, sollte sie mit Namen nennen. Wer keine nennen kann, sollte keine erfinden.
Wir halten deshalb weniger Texte, dafür eigene, für die bessere Wahl. Ein Artikel im Monat, in dem steht, was Sie aus eigener Arbeit wissen, ist mehr wert als zwanzig, die jeder andere auch hätte schreiben können. Für Google ebenso wie für Ihre Kunden.
Wie Sie Ihre Inhalte so aufstellen, dass sie in der Suche bestehen, besprechen wir gern mit Ihnen im Rahmen unserer Suchmaschinenoptimierung.