Die Top Stories-Box in der Google-Suche bündelt aktuelle Meldungen zu einem Thema und erscheint häufig oberhalb der organischen Ergebnisse. Sie ist eng mit Google News und dem Google Discover-Ökosystem verknüpft und kann für Nachrichten- und Magazinseiten eine zentrale Quelle für Reichweite sein. Um die Wahrscheinlichkeit einer Einbindung zu erhöhen, sind sowohl technische als auch redaktionelle Anforderungen zu beachten.
Grundlage für eine mögliche Berücksichtigung ist die Einordnung einer Website als Nachrichtenquelle. Google setzt dafür unter anderem auf die Einhaltung der Richtlinien für Google News, klare Impressums- und Kontaktinformationen, transparente Angaben zur Herausgeberschaft sowie nachvollziehbare Korrektur- und Aktualisierungspraktiken. Inhalte mit eindeutigem Nachrichtenbezug, eindeutigen Datumsangaben und klarer Zuordnung zu Themenbereichen erfüllen diese Anforderungen eher als rein transaktionale oder werbliche Seiten.
Strukturierte Daten nach dem Schema.org-Standard unterstützen die Suche dabei, Nachrichtenartikel zuverlässig zu erkennen. Für Top Stories werden vor allem die Typen Article, NewsArticle und BlogPosting genutzt. Neben grundlegenden Angaben wie Überschrift, Beschreibung, Veröffentlichungs- und Aktualisierungsdatum sollten auch Felder wie Hauptbild, Autorenschaft (als Organisation oder Redaktion) und Publisher mit Logo korrekt hinterlegt sein. In der Search Console lässt sich die Implementierung strukturierter Daten über einen Rich-Result-Test überprüfen.
Die technische Performance einer Seite ist ein weiterer Faktor. Die Inhalte in Top Stories werden in der Regel auf mobilen Geräten aufgerufen. Deshalb sind schnelle Antwortzeiten, eine stabile Darstellung und gute Interaktionswerte wichtig. Metriken wie Largest Contentful Paint, First Input Delay beziehungsweise Interaction to Next Paint und Cumulative Layout Shift fließen in die Bewertung der Nutzererfahrung ein. Google empfiehlt, diese Kennzahlen über Berichte in der Search Console und mit Tools wie PageSpeed Insights oder Lighthouse zu überwachen und gezielt zu optimieren.
Die Verwendung von Accelerated Mobile Pages (AMP) ist seit der Umstellung auf die Page-Experience-Signale keine Voraussetzung mehr für die Teilnahme an Top Stories. Dennoch können AMP-Seiten durch ihre standardisierte, ressourcensparende Struktur oft besonders kurze Ladezeiten erreichen. Entscheidend ist jedoch nicht der Einsatz einer bestimmten Technologie, sondern das Ergebnis: schnell ladende, mobilfreundliche Seiten, die auf unterschiedlichen Geräten zuverlässig funktionieren.
Aktualität spielt bei der Auswahl von Inhalten für Top Stories eine zentrale Rolle. Nachrichtenartikel enthalten idealerweise gut sichtbare Zeitstempel für Veröffentlichung und letzte Aktualisierung, damit Nutzende den Informationsstand einschätzen können. Bei sich fortlaufend entwickelnden Themen kann es sinnvoll sein, bestehende Beiträge mit neuen Details zu ergänzen, Zwischenstände klar zu kennzeichnen oder Übersichtsseiten zu pflegen, die auf weiterführende Berichte verlinken.
Die Qualität des Bildmaterials beeinflusst die Darstellung im Top-Stories-Karussell deutlich. Hochauflösende Bilder, die das Thema des Artikels eindeutig widerspiegeln, werden bevorzugt. Google empfiehlt für Nachrichteninhalte in der Regel Bildbreiten von mindestens 1200 Pixeln und eine Freigabe der Bilder für die Verwendung in Rich-Suchergebnissen über entsprechende Einstellungen in robots- und Meta-Tags. Textarme, kontrastreiche Motive unterstützen eine klare Erkennbarkeit in kleinen Kacheln.
Eine klare Informationsarchitektur erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Inhalte korrekt indexiert und thematisch passend zugeordnet werden. Sinnvolle URL-Strukturen, sprechende Seitentitel, konsistente Kategorie- und Tag-Systeme sowie interne Verlinkungen erleichtern die Einordnung in Themenclusters. Gleichzeitig helfen saubere Canonical-Tags und die Vermeidung doppelter Inhalte dabei, Signale nicht auf mehrere nahezu identische Seiten zu verteilen.
Signale externer Relevanz können die Bewertung als vertrauenswürdige Quelle verstärken. Verlinkungen von anderen Nachrichtenseiten, Erwähnungen in themenrelevanten Portalen und ein hohes Nutzungsaufkommen direkt nach Veröffentlichung sind Indikatoren für Interesse und Relevanz. Die Verbreitung über soziale Netzwerke trägt dazu bei, solche Signale zu erzeugen, indem sie Reichweite, Klickzahlen und im zweiten Schritt häufig auch organische Verlinkungen erhöht.
Für eine nachhaltige Sichtbarkeit in Top Stories ist die Einhaltung von Qualitätsstandards zentral. Klare Überschriften, die den Inhalt des Artikels korrekt wiedergeben, neutral formulierte Texte, nachvollziehbare Quellenangaben und eine deutliche Trennung von Nachricht, Kommentar und Werbung reduzieren das Risiko von Richtlinienverstößen. Inhalte, die stark irreführend, rein reißerisch oder überwiegend auf Klickanreize ausgelegt sind, können die langfristige Glaubwürdigkeit einer Domain schwächen.
Zusammenfassend ergibt sich ein Zusammenspiel aus technischer Umsetzung, redaktioneller Qualität und vertrauensbildenden Signalen. Strukturierte Daten, eine optimierte mobile Nutzererfahrung, regelmäßig aktualisierte Nachrichteninhalte und hochwertige Bilder bilden die technische Basis. Ergänzend stärken eine saubere Nachrichten- und Quellentransparenz, die Einhaltung von Richtlinien sowie externe Signale die Positionierung als relevante Quelle. Eine Garantie auf Platzierungen in Top Stories gibt es nicht, doch die konsequente Berücksichtigung dieser Faktoren erhöht die Chancen auf zusätzliche Sichtbarkeit und Traffic deutlich.
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